Hanfsamenöl - Details

Fettsäurenspektrum Hanfsamenöl
(100 ml enthalten):

  • Gesättigte Fettsäuren 8 -11 g
  • Ölsäure, einfach ungesättigte Fettsäure 10-16 g
  • Linolsäure, mehrfach ungesättigte
    Qmega-6-Fettsäure 50-65 g
  • gamma-Linoiensäure, ebenfalls eine
    Ornega-6-Fettsäure 2-4 g
  • alpha-Linolensäure, dreifach ungesättigte
    Omega-3-Fettsäure 15-25 g
  • Vitamin E 10-15 mg
Alle Inhaltsstoffe unterliegen naturgegebenen Schwankungen.

Aufgrund seines Fettsäurenspektrums gehört Hanfsamenol in die Spitzengruppe der besten Speiseöle. Hanfsamenöl ist vielseitig verwendbar und somit geeignet für die gesunde Küche, wo es die meisten minderwertigen Öle bestens zu ersetzen vermag.

Die sorgfältige Auswahl beim Kauf lohnt sich also!

Es enthält nicht nur einen sehr hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, sondern weist auch das ernährungspysiologisch optimale Verhältnis zwischen Linolsäure (Omega-6) und alpha-Linolensäure (Omega-3) auf. Kein anderes, auf dem Markt erhältliches Speiseöl erreicht vergleichbare Werte.

... für die Herstellung eines Liter Hanfsamenöls ungefähr 4 Kilo Hanfnüsschen (die Samen der Hanfpflanze werden botanisch als Nüsschen bezeichnet) benötigt werden und dass tausend Hanfnüsschen nur gerade mal 20 g wiegen. Demzufolge für einen Liter Hanfsamenöl ca. 200*000 Hanfnüsschen sorgfältig ausgepresst werden müssen.

... das Verhältnis von alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) zu Linolsäure (Omega-6 Fettsäure) für die menschliche Ernährung wichtig ist und nicht schlechter als 1 : 5 sein sollte. Aber nur gerade Hanf- und Rapsöl erfüllen diese Kriterien. Beide Speiseöle entsprechen mit einem Verhältnis 1 : 2 bis 1 : 3 zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren optimal dem Anforderungsprofil an gesundes Speiseöl. Das Hanfsamenöl zeichnet sich darüber hinaus auch noch durch signifikante Mengen (ca. 2 - 4 g) an gamma-Linolensäure aus, welche ebenfalls zu den essentiellen Fettsäuren zählt und welcher die Ernährungswissenschaftler in jüngster Zeit vermehrte Aufmerksamkeit zuwenden. Die gamma-Linolensäure ist auch eine wichtige Substanz in der Muttermilch.

Hanföl gilt in der gesunden Küche als besonders wertvolles Speiseöl. Es regt den Stoffwechsel an, baut überschüssiges Fett ab, verbessert die Sauerstoffaufnahme und den Aufbau der Zellmembranen. Einfach ungesättigte Fettsäuren regulieren in Verbindung mit den Omega-3-Fettsäuren den Cholesteringehalt im Blut und vieles mehr.

Die Diskussion über Fette, Fettsäuren und ihre Wirkungsweisen ist hochaktuell. Dabei tritt auch Hanföl immer häufiger in den Vordergrund. Ein Grund für die Nachfrage nach Hanföl liegt in seiner sehr guten Fettsäurenzusammensetzung. Nachdem jahrelang das Interesse in erster Linie dem Olivenöl galt, richtet sich die Aufmerksamkeit in jüngster Zeit den ungesättigten Fettsäuren und dort vor allem dem Verhältnis der mehrfach ungesättigten essentiellen Linolsäure (Omega-6) zur ebenfalls mehrfach ungesättigten und essentiellen alpha-Linolensäure (Omega-3) zu. Dadurch hat Hanföl eine völlig neue Wertschätzung erfahren. Die zahlreichen Beiträge in den Medien über stets neue Erkenntnisse zu den unterschiedlichen Fettsäuren führen aber nicht immer zu einem verbesserten Wissensstand bei den Verbrauchern.

Das Angebot an Speiseölen ist derzeit unübersichtlich gross und wächst stetig. Angeboten werden kaltgepresste Öle, schonend gepresste und raffinierte Öle. Unterschiedlichste Ölpflanzen sind die Lieferanten für diese Vielfalt an Speiseölen. Für Verbraucher ist die Entscheidung für ein Öl deshalb oft sehr schwierig. Als Kriterien für die Beurteilung eines Pflanzenöls können Verbraucher häufig nur subjektive Merkmale, wie Geschmack oder Farbe heranziehen. Ernährungswissenschaftlern fällt die qualitative Einschätzung eines Pflanzenöls da meistens schon leichter. Objektiv messbare Werte, insbesondere die Zusammensetzung sind bei ihnen ausschlaggebend für eine Qualitätsbeurteilung. Das besondere Augenmerk gilt hierbei den Fettsäuren. Die Ölsäure gilt als die wichtigste Vertreterin der einfach ungesättigten Fettsäuren. Bei den essentiellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist wichtig, in welchem Verhältnis zueinander diese im Speiseöl vorhanden sind. Linolsäure (Omega-6) und alpha-Linolensäure (Omega-3) sollten in einem möglichst grossen Verhältnis zueinander stehen, wie dies beim Hanföl der Fall ist. Gesättigte Fettsäuren kommen in tierischen Fetten sowie in fettreichen tierischen Lebensmitteln vor. In pflanzlichen Fetten und Ölen dominieren die ungesättigten Fettsäuren. Eine Ausnahme bildet hier nur das Kokosfett, das zu über 90 Prozent gesättigte Fettsäuren enthält.

Die Einteilung der Fettsäuren in die drei Gruppen ist sehr wichtig, denn im Zusammenhang mit Fettstoffwechselstörungen kommen gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterschiedliche Bedeutung zu. Epidemiologische Daten und Ergebnisse von Interventionsstudien und klinische Studien haben gezeigt, dass eine Verringerung des Verzehrs von Fetten mit hohem Anteil gesättigter Fettsäuren zu einer Senkung der Serumcholesterinkonzentration und des Herzinfarktrisikos führt. Insbesondere gesättigte Fettsäuren erhöhen die Konzentration des Blutcholesterins. Der Austausch gesättigter Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der täglichen Ernährung führt zu einem Absinken des Blutcholesterinspiegels. Einige Studien haben jedoch auch gezeigt, dass zu große Mengen an mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht nur positive Effekte auf den Blutcholesterinspiegel ausüben, sondern gleichzeitig auch den Anteil des erwünschten HDL-Cholesterins senken können, weshalb es entscheidend auf das Verhältnis zwischen der Verfügbarkeit von einfach und mehrfach ungesättigen Fettsäuren ankommt.

Aufgrund dieser Erkenntnisse haben diejenigen Speiseöle, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren enthalten, wie z. B. Hanföl oder Rapsöl einen höheren ernährungsphysiologischen Stellenwert als die übrigen Pflanzenöle.

Gemäss den jüngsten Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) sollte ein gesundes Speiseöl nicht mehr als fünfmal so viele Omega-6-Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren enthalten. Mit dem Verhältnis von 1 : 3 übertrifft Hanföl diese Anforderungen bei weitem.

Kaltgepresstes Hanfsamenöl aus ökologischem Anbau ist eine Rarität. Dies liegt daran, dass der biologische Hanfanbau grosses agrartechnisches Können und viel Engagement verlangt Hanf aus biologisch kontrolliertem Anbau unterscheide! sich in vielerlei Hinsicht elementar vom verpönten Hanf und ist weitgehend THC frei. Die reifen Samen werden nach der Ernte sofort gereinigt und getrocknet und sorgfältig gelagert. Vor der Weiterverarbeitung erfolgen strenge sensorische Kontrollen, die über Beschaffenheit und Feuchtigkeit der Ölsaat Auskunft geben und erst, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, erfolgt die kalte Pressung, bei der die Temperatur des ausfliessenden Öls nie höher sein darf ate jene, welcher die Pflanze in der Natur ausgesetzt war, also weniger als 40° Celsius, Dass aus Gründen optimaler Qualität nur eine Pressung erfolgt und der Presskuchen, welcher noch Restmengen an Öl enthält, nicht weiter verarbeitet wird, versteht sich von selbst. Das so gewonnene Hanföl ist besonders wertvoll und gut bekömmlich. Nach der Pressung wird das Öl gefiltert und während bestimmter Zeit unter Luftabschluss ruhen gelassen (Sedimentation), sodass sich noch vortiandene Schwebstoffe absetzen können. Das naturbelassene Hanföl zeichnet sich durch seine grüngelbe Farbe und seinen unverkennbar, leicht nussig oder an frisch geschnittenes Gras erinnernden Eigengeschmack aus und ist sehr bekömmlich.